Florian Alt in Mugello wieder in der Spitzengruppe
Mit Platz 6 sehr zufrieden
Mugello - Homburg-Bröl:
Nach dem Podestplatz in Assen wollte Florian zum Großen Preis von Italien, der am letzten Wochenende auf der Grand Prix Strecke in Mugello im Rahmen der Moto GP ausgetragen wurde, wieder zu den top ten zählen. Im letzten Jahr war Florian dort in einen Sturz verwickelt und kam leider nicht ans Ziel. Im freien Training am Freitagmittag machte Flo etwas langsam, der Asphalt wurde fast komplett erneuert, um die Bodenwellen zu beseitigen.
„Die Strecke ist mit dem letzten Jahr nicht zu vergleichen, sie fühlt sich sehr gut an“, so Flo.
Kurz vor dem ersten Zeittraining am Freitag um 16.30 Uhr fing es, wie in den letzten Rennen, wieder an zu regnen, doch die Außentemperaturen lagen weit über 20°C. Die bei allen 25 Fahrern montierten Sliks wurden durch Regenreifen ausgetauscht. Florian führte das Zeittraining zwischenzeitlich an. Die Strecke trocknete immer weiter ab und war die letzten Minuten des Zeittrainings komplett trocken. Mit Platz fünf zum Ende des ersten Zeittrainings war Flo sehr zufrieden und wollte sich eine Stunde später im zweiten Zeittraining noch verbessern. Das war aber nicht mehr möglich. Das zweite Zeittraining wurde wegen eines heftigen Gewitters komplett abgesagt.
"So eine Saison habe ich noch nie gehabt, immer kurz vor den Zeittrainings oder Rennen fängt es dieses Jahr an zu regnen. Hier in Italien ist es wenigstens noch warm dabei, aber in Silverstone und in Assen war es kalt“, so Florian.
Von Startplatz fünf aus ging Florian am Samstagnachmittag ins Rennen. Der Start war sehr gut, so dass Florian sich mit sieben Fahrern in einer Spitzengruppe absetzen konnte. In Runde neun von vierzehn lag Flo auf Platz zwei, musste aber in der letzten Runde einem Rutscher von Tomas Vavrous aus Tschechien ausweichen und kam dabei auf langen Start-Zielgeraden nicht optimal in den Windschatten der Gruppe und wurde auf Platz sechs abgewunken.
„Das war ein tolles Rennen, wir haben alle um jeden Zentimeter gekämpft. Tomas Vavrous hat sich bei mir für den Rutscher entschuldigt. Er war viel zu spät auf der Bremse und hat mir den Schwung genommen, um optimal auf der Start-Ziel aus den Windschatten zu überholen.“

Bild www.redbull.com
Glücklich und zufrieden machte sich Florian sofort nach dem Rennen auf den Weg nach Salzburg (A), um am Sonntagmorgen um 9.00 Uhr das warm up der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft auf dem Salzburgring und das Rennen um 14.45 Uhr starten zu können. Man hatte den Fahrern des Red Bull MotoGP Rookies Cup die Möglichkeit gegeben, in diesem Rennen ohne das absolvieren des Zeittrainings aus der letzten Reihe hinter dem Fahrerfeld starten zu dürfen.
In der siebenstündigen Fahrt von Mugello (I) nach Salzburg (A) hatte Flo im Wohnmobil geschlafen und war morgens um 7.00 Uhr zum joggen auf dem Salzburgring top fit.
Dort schoben sich den ganzen Tag dicke schwarze Wolken, allerdings bei kaltem Wind über den Ring und das Tal. Florian bereitete sich wie auf dem Foto mit Ralf Waldmann, der für Florian das elektronische Datarecording in dieser Saison im Team macht, bestens vor.
„Waldi ist spitze, von ihm habe ich schon so viel gelernt und gute Freunde sind wir auch geworden. Er hat so viel Erfahrung, ich werde noch viel von ihm lernen“, so Flo.

Ralf Waldmann und ich beim Datarecording
Auch hier fing es 10 Minuten vor dem Rennen um 14.45 Uhr an zu regnen, hörte aber in der Einführungsrunde wieder auf. Florian startete von Startplatz 25 und damit als letzter ins Rennen.
Der Start war perfekt. Gleich vor der ersten Kurve hatte Flo sich 10 Plätze nach vorne gekämpft. Vor der ersten Rechtskurve musste Florian hart bremsen, um dem Fahrer vor ihm nicht auf das Motorrad zu fahren. Genau das hat ein österreichischer Gaststarter nicht getan. Er fuhr Florian in das Heck seiner KTM GP 125 und stürzte. Flo rettete sich durch das Kiesbett und hatte viel Glück selber nicht gestürzt zu sein. Mit dem defekten Heck setzte Flo dann eine tolle Aufholjagd fort. Er arbeitete sich bis in die vorletzte Runde auf Platz 13 vor. Dann traute das Team seinen Augen nicht. In der vorletzten Runde des Rennens bekam Florian wegen seines defekten Höckers, von der Rennleitung die schwarze Flagge gezeigt und fuhr in die Boxengasse ohne das Rennen zu beenden.
Sehr wütend und enttäuscht beugte Florian und sein Team sich der Entscheidung der Rennleitung und verließ die Veranstaltung.
Auf der Heimreise ins Oberbergische versuchte das Team Florian nach dem tollen Rennen und der Aufholjagd zu trösten, um auf dem Sachsenring zum Großen Preis von Deutschland in zwei Wochen im Red Bull MotoGP Rookies Cup wieder angreifen zu können.
„Solche Dinge machen mich nur noch stärker“, so Florian.